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Lucas Tierwelt

Raufutter ist für Meerschweinchen genauso wichtig wie frisches Wasser. Zum Raufutter gehöhren Heu und Strohl. Gerade Heu muss 24 Stunden am Tag in frischem Zustand angeboten werden. Meerschweinchen können ihr Futter nicht mit Darmbewegungen nach unten schieben. Sie müssen regelmäßig in kleinen Mengen Futter zu sich nehmen, damit der Verdauungstrackt in Gang bleibt. Der im Heu enthaltene hohe Rohfaseranteil sorgt für eine langsame Darmpasage. Damit die Tiere eine ausreichende Menge an Raufutter zu sich nehmen sollte die Kraftfuttermenge gering gehlten werden. Sie macht die Schweinchen zu schnell satt. Damit wird die Heuaufnahme verringert.

Was ist eigentlich Heu?
Gutes Heu kommt von einer Wiese mit verschiedenen getrockneten Gräsern und Kräutern. Leider werden hier nur wenig Gräser angebaut. Es ist gerade mal ein Bruchteil von dem Möglichkeiten. Es sind meist zwischen 2-3 Arten. In den letzten Jahren, wird mehr und mehr auf die korrekte und abwechslungsreiche Fütterung gelegt, daher werden teilweise bis zu 10 Arten angebaut. Bei der Heubeschaffung sollte man sich daher genau die Inhaltsstoffe ansehen.

Beim Heukauf zu beachten
- frischer Geruch
- keine Feuchtigkeit
- keine Verklebungen
- das Heu sollte nicht zu staubig sein
- beigemente Kräuter sind nicht nötig, diese sollten besser einzeln geholt und verfüttert werden
- Wer einen größeren Schweinchenbestand hat kann in einer nahegelegenen Genossenschaft zu wesentlich günstigeren Preisen als im Zoofachhandel, an große Heuballen kommen. Lohnt sich nur bei größerem Bestand und einer Möglichkeit diesen Ballen auch zu lagern.

Möglichkeiten zur Fütterung
Niemals das Heu auf dem Boden anbieten. Hier kann es schnell durch den Kot und Urin der Tiere verdrecken. Die Tiere fressen es glücklicherweise in diesem Zustand nicht mehr. Im Fachhandel gibt es unterschiedliche Möglichkeiten an Heuraufen und Heukugeln in denen das Heu in größeren Mengen untergebracht werden kann. Die Tiere können sich hier einzelne Halme heraus ziehen und das Heu bleibt sauber. Wenn einzelne Halme herunter fallen ist dies nicht schlimm. Diese Halme sollten täglich entfernt werden und der Füllstand der Raufe kontrolliert werden. Wir haben aus dem Reitladen ein Heunetz für Pferde aufgehängt. Die Schweinchen müssen sich hier ein wenig anstrengen um an ihr Heu zu kommen und dieses bleibt auch über einen längeren Zeitraum frisch.

Zahnabnutzung
Durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Halme nutzen die Tiere ihre Zähne optimal ab. Sie müssen die Halme ausgiebig kauen bis sie heruntergeschluckt werden können und die Zähne erfüllen ihre Mahlwirkung. Tiere ohne Fehlstellungen können nicht nur ihre Zähne durch das Kauen optimal abnutzen, es wird auch die Bildung von Fehlstellungen verhindert. Bei Tieren mit leichten Fehlstellungen sollte in regelmäßigen Abständen der Tierarzt aufgesucht werden um diese zu korrigieren.

Heu selber machen
Voraussetzung für das Herstellen von Heu ist eine Wisese ohne Giftpflanzen und Dünger. Die Ernte findet in der Regel ein bis zweimal im Jahr statt. Dabei sollte auf elektrische Hilfsmittel verzichtet werden und zum Mähe eine Sense gentutzt werden. Das gemähte Grün wird gleichmäßig über die Wiese zum trocknen verteilt. Damit das geschnittene Grün gleichmäßig durchtrocknen kann muss dieses täglich gewendet werden. Diese Prozedur dautert bei trockenem Wetter ca. 6 Wochen. Sollte es doch einmal regnen, kann die Trocknung weitaus länger dauern. Das Wichtigste ist, niemals nasses oder gar feuchtes Heu einlagern. Stellt sich eine längere Regenperiode ein sollte das noch nicht fertig getrocknete Grün an einen trockenen Ort geschaffen werden, wo dieses weiter trocknen kann. Dabei ist es wichtig zu beachten das der Ort warm und gut durchgelüftet ist. Dazu eigenet sich ein alter Dachboden besonders. Grund für den hohen Aufwand bei der Trocknung ist der innere Gärprozess in den Halmen. Von außen kann sich das angehende Heu trocken anfühlen, im inneren ist diese noch feucht und kann anfangen zu gähren. Dieser Gährprozess sorgt bei falscher der zu früher Lagerung zur Schimmelbildung und kann damit nicht mehr verfüttert werden.

Ist das Heu gut getrocknet geht es zur korrekten Lagerung. Bitte niemals Tüten oder andere Plastikvarianten nutzen darin beginnt das Heu durch seinen gerinten Anteil an Feuchtigkeit eher zur Schimmelbildung. Empfehlenswert ist eine Lagerung in Kartons oder noch besser in alten Bett- oder Kissenbezügen aus Baumwolle in denen Das Heu gut belüftet bleibt. Darin kann man das Heu auch gut an die Decke hängen. Somit bleibt es von Mäusen (welche Krankheiten übertragen können) verschont und es spart Platz.

Ernährung
Raufutter