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Lucas Tierwelt

Sicherlich gehört die Fütterung mit frischem "Gras" zu einer der natürlichsten Fütterungsmethoden. Denoch ist auch hier "Grashalm" nicht gleich "Grashalm". Wer zum frischen "Gras" ausreichend Kräuter und Frischfutter gibt schaft eine ausgewogene Ernährung.

Viele Vitamine sind aus unseren heimischen Kurzrasengärten jedoch nicht mehr für die Tiere übrig. Auch unter den Gräsern zählt man mittlerweile bis zu 280 unterschiedliche Sorten. Wer seinem Schweinchen hier eine ausgewogene Vielfalt anbieten möchte sollte sich im Garten eine kleine Ecke abgrenzen und diese mit einer Naturgraswiese beflanzen. Diese weist eine vielzahl von Grassorten auf und bietet somit eine angenehme und gesunde Fütterung. Wer keinen Garten besitzt kann die Samen auch in Blumentöpfe geben.

Gras ist doch Rasen und was ist eine Wiese?
Wer jetzt denkt das Gras mit mehrene Halmen hinter dem Haus als Rasen bezeichnet werden kann, täuscht sich gewaltig. Hinter den drei Begriffen ist ein sehr großer Unterschied zu verzeichnen.

Gras
Gras ist der der Inhalt eines Rasens und einer Wiese. Wie oben bereits erwähnt zählen wir bis heute ca. 280 unterschiedliche Gräser. Für die Fütterung von Tieren werden unterschiedliche Arten von Süßgräsern genommen. Für den Heuanbau findet man nur eine kleine Auswahl an Gräsern. Theoretisch könnten mehr Gräserarten angebaut werden. Warum wir auf Heuwisen nur eine geringe Sortenvielfalt finden bleibt fraglich.

Rasen
Wer in seinem Garten keine Kräuterecke eingerichtet hat, verfügt zumeist nur über eine geringe Anzahl an unterschiedlichen Gräsern. Der typische Rasenanbau ist auf eine andere Benutzung ausgelegt. Wir wollen einen rubusten, dichten und grünen Rasen. Eine große Auswahl an Grassorten benötigen wir nicht. Wir verfügen über einen sogenanten Momokulturrasen. Wir sind hoch erfreut, wenn der Rasen kurz und mit dicken, grünen Halmen bedeckt ist. Schleicht sich ein "Unkrauthalm" unter diese schöne Decke wird er schleunigst verbannt. Wer jedoch vor hat seinen Schweinchen ein bisschen Freizeit auf dem Rasen zu gönnen oder dieses für die Tiere schneiden möchte, der schneidet hier die leckersten und gesündesten Happen ab. Hinzu kommt, das die Tiere den Rasen gar nicht so gerne essen, da ihnen die vielfalt fehlt.
Wichtig: Niemals gedüngten Rasen verfüttern.

Wiese
Eine Wiese besteht aus vielen Verschiedenen Gräsern, Blumen und Kräutern. Sie liefert alles, was unsere Tiere an Vitaminen und Minalstoffen benötigen. Wer eine solche Wiese zu Verfügung hat kann sich glücklich schätzen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Auf einer Wiese wachsen meist nicht nur Kräuter und Pflanzen, welche für das Tier ungiftig sind. Daher immer aufpassen, was den Tieren verfüttert wird. Ist man sich bei einer Pflanze nicht sicher sollte diese nicht an die Tiere verfüttert werden. Als Hilfestellung können Bücher mit auf die Wiese genommen werden oder die Pflanzen und Kräuter kommen mit nach Hause zur Identifikation. Das Internet und Bücher können einem bei der Identifikation helfen. Wer sich denoch unsicher ist sollte in einem Kräuter- oder Blumenladen nachfragen.
Eine Wiese wird in der Regel nur ein bis zweimal im Jahr gemäht. Dadurch können die Gräser, Pflanzen und Kräuter wachsen und kräfig werden. Die Stabielen Halme sorgen so für einen ausreichenden Zahnabrieb.

Einführung der Grünfütterung
Wer sich dazu entschließt seinen Schweinchen in Zukunft das frische Grün an zu bieten, der muss einiges beachten.
Wie bei jeder Futterumstellung sollte man sich Zeit lassen. Am Anfang reicht eine Handvoll von dem frischen Grün. Später kann die Menge erhöht werden. Eine Umstellung oder die Einführung von frischem Grün sollte daher mit ca. 4 Wochen eingeplant werden. Wer sein Tier gerne in den Garten setzten möchte, sollte entweder die Zeit mit höchsten 10 Minuten ansetzten und diese langsam steigern oder das zu begehende Grasstück entsprechend klein einplanen. Der Bereich ohne Gras sollte aus Steinplatten oder der Terasse bestehen. Diese Methode finde ich besonders praktisch, da die Tiere länger draußen bleiben können und sich ihre Krallen automatisch kürzen. Die Bewegung regt gleichzeitig das Verdauungssystem an und erleichtert dem Tier die Umstellung. Gerade im Frühling sollte mit der Fütterung vorsichtig begonnen werden. Die Halme sind jetzt aus dem Winterschlaf erwacht und kommen mit voller Kraft aus dem Boden. In dieser Zeit ist die Konzentration an Vitaminen und Mineralien sehr hoch dosiert. Daher reicht eine geringere Menge aus. Durch den überhöhten Vitamingehalt blähen die frischen Halme im Magen auf und sorgen bei zu hohem Verzehr zu Magenschmerzen.

Nassen oder feuchtes Grün verfüttern
Werden die Tiere täglich mit frischem Grün gefüttern ist es nicht schlimm, wenn das Grün nass oder feucht ist. Der Magen-, Darmtrakt kennt die Substanzen und kann sich auf die Feuchtigkeit einstellen. Anders ist es bei einer gelegentlichen Grünfütterung. Die Schweinchen stürzen sich über das leckere Grün und fressen so lange sie können in kürzester Zeit sehr viel. Das Verdauungssystem ist hier überforder. Es kennt werder den Umgang mit dem frischen Grün noch mit der vermehrt zugeführten Feuchtigkeit. Blähungen und Magenkrämpfe sind die Folge. Diese können so schlimm werden, das der Besuch beim Tierarzt nötig wird und die Tiere daran eingehen können.

Bei Naturwiesen zu beachten
Wie auch bei Kräutern und Pflanzen sollte man nicht am Straßenrand oder direkt am Feldrand schneiden. Hier sind die Belastungen durch Verschmutzungen und Peztiziede zu hoch.
Vor dem Schneiden sollte die Wiese genau unter die Lupe genommen werden. Eine Wiese mit sehr vielen Hasen sollte nicht als Grünfutterlieferant genutzt werden. Die Gefahr eine Krankheit oder Würmer ein zu führen ist zu groß. Anhand der Ködel ist eine von Hasen genutzte Wiese leicht zu erkennen.
Gerade an warmen Tagen werden Schattenplätze zum Schneiden bevorzugt. Leider liegen diese meist in der Nähe von Sträuchern. Hier halten sich vorzugsweise Zecken auf. Daher kann ich nur empfehlen sich lieber für die kurze Zeit der Sonne aus zu setzten.

Darf ich überall schneiden?
Nein, bevor ich auf eine fremde Wiese gehe um dort das Grün zu schneiden, sollten Informationen über die Wiese eingeholt werden. Diese vorherigen Informationen sind wichtig um zu wissen, ob es sich tatsächlich um eine Futterwiese handelt und ob kein Dünger verwendet wird. Auf den umliegenenden Bauernhöfen kann man Nachfragen, wem die Wiese gehört und ob dieser damit einverstanden ist das ein wenig frisches Grün geschnitten wird. Wer sich scheut bei den leuten zu klingeln und zu fragen, den kann ich beruhigen. Meist sind die Bauern sehr nett und freuen sich das um Erlaubnis gebeten wird. Sollte der Bauer das Schneiden untersagen muss diese Meinung akzeptiert werden. Ausreichend Wiesen sind vorhanden und es findet sich sicherlich eine Möglichkeit zum schneiden.

Möglichkeiten für Stadtbewohner
Wer in der Stadt wohnt hat es weitaus schwerer an geeignetes Grün zu kommen. Die meisten Grünflächen liegen direkt neben der Straße und sind damit extrem belastet. Größere Grünflächen werden oftmals als Hunde-WC genutzt und damit nicht mehr für den Verzehr geeignet.
Auf Spielplätzen sind Hunde verboten und das am Rand vorhandene Grün ist meist nicht gedüngt.
An Friedhöfen befinden sich oftmals auch ungedüngte Flächen. Es sollte jedoch die Erlaubnis von der Friedhofsgärtnerei eingeholt werden. Dabei kann man sich auch direkt darüber informieren, ob die Flächen tatsächlich nicht gedüngt werden.

Heu selber machen
Wer eine große Fläche zur Verfügung hat kann sein Heu auch selber machen. Was zu beachten ist und wie die genaue Vorgehensweise ist finden Sie unter Raufutter oder klicken Sie hier.

Ernährung
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